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Berner Senn

Rassenstandard

Rassenstandard Berner Senn (Dürrbächler)

Die Geschichte

Der Berner Sennenhund wurde seit der Jahrhundertwende aus dem bernischen Bauernhunden herausgezüchtet, dere Ursprung und Alter und auch die Verwandlungen im Verlaufe der Geschichte niemand mehr weiss. Man kann nicht feststellen, wie alt der Ursprung der Rasse ist.
Ein kleiner Weiler gibt dem Hund den Namen - Ein Gebiet, das besonders spät durch Schiene und Strassen an die Umwelt angeschlossen wurde, ist das Ländchen Schwarzenburg, das südlich von Bern gegen die Gantrischkette ansteigt. Wie im Emmental, finden wir auch hier die verstreuten Einzelhöfe und zogen früher die Küher zwischen Alpen und Niederungen hin und her. Doch ist das Klima hier rauh, die Landschaft durch tiefe Flussläufe zerschnitten. In dieser Landschaft liegt der Weiler Dürrbach, der dem «Dürrbachhund» oder «Dürrbächler» den Namen gegeben hat. Dürrbach, ein kleiner Weiler, welcher früher zur Gemeinde Riggisberg gehörte, besteht selbst nur aus Wirtschaft und Bauernhof.
So kam es, dass die vorbeiziehenden Berner Metzger, die Milchhändler, Handwerker und Gärtner, die sich im Wirtshaus gute Hunde für den Zugdienst an ihren Karren erhandelten, diese Hunde bald einfach «Dürrbachhunde» nannten. Von Bern aus ist der Name «Dürrbächler» dann für die grossen, starken dreifarbigen Zug-, Treib, und Wachhunde im weiteren Kanton herum zum Begriff geworden.
In Langenthal schlug Heim dem jungen Klub vor, den Hund, in Angleichung an die anderen schweizerischen Sennenhunde, doch «Berner Sennenhund» zu nennen, was bei den Burgdorfer und Berner Züchtern jedoch zunächst auf heftigen Widerstand stiess. Der Name ihrer «Lieblinge» sei «Dürrbachhunde», wurde vom Klub in der Tierbörse bekanntgegeben. Erst 1913 gaben sie dem Drängen der SKG nach. Für die Berner Bevölkerung ist er bis heute der «Dürrbächler» geblieben. Als «Berner Sennenhund» aber hat er sich im Laufe der Jahre nicht nur in Europa, sondern auch auf anderen Kontinenten Freunde gemacht.

Der Berner Sennehund eignet sich sehr gut als Familienhund, passt auch sehr gut zu Neufundländern. Der Berner ist sehr lernfreudig, aufmerksam und sehr dem Herrchen angetan. Kinder liebt er über alles. Auch ein Haus mit Garten, den er sein eigen nennen darf, ist sein ein und alles. Ein Berner fühlt sich aber auch wohl in einer Wohnung.
Verglichen zum Neufundländer ist der Berner wachsamer, bellt auch bedeutend mehr, wenn ihm was nicht geheuer vorkommt. Aber die beiden Rassen ergänzen sich sehr gut!

Auf dem unteren Bild sehen wir Sämi mit seiner Familie und liegend unsere Sina

Rassenstandard

Hier noch ein Auszug aus dem Rassenstandard des Berners. Er gehört der FCI-Gruppe 2 an, mit den Pinschern und Schauzern, Molossern, Schweizer Sennenhunde und anderen Rassen.

Ursprung:

Schweiz

Verwendung:

Ursprünglich wurde der Berner Sennenhund als Wach-, Treib- und Zughund auf den Bauernhöfen im Kanton Bern eingesetzt. Heute ist er auch Familien- und vielseitiger Arbeitshund.

Allgemeines Erscheindungsbild:

Langhaariger, dreifarbiger, übermittelgrosser, kräftiger und beweglicher Gebrauchshund mit stämmigen Gliedmassen, harmonisch und ausgewogen.

Verhalten / Charakter (Wesen):

Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos in Alltagsituationen; gutmütig und anhänglich im Umgang mit vertrauten Personen, selbstsicher und friedlich gegenüber Fremden; mittleres Temperament, gute Führigkeit.

Kopf:

Kräftig; Grösse harmonisch zur Gesamterscheinung, nicht zu wuchtig.

Oberkopf:

Schädel: Im Profil und von vorn gesehen wenig gewölbt. Wenig ausgebildete Mittelfurche.
Stop: Deutlich, jedoch nicht zu stark ausgeprägt.
Gesichtschädel:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Kräftig, mittellang; Nasenrücken gerade.
Lefzen: Anliegend, schwarz.
Kiefer / Zähne: Vollständiges, kräftiges Scherengebiss. (die M3 bleiben unberücksichtigt). Zangengebiss toleriert.
Augen: Dunkelbraun, mandelförmig, mit gut anliegenden Lidern, nicht zu tiefliegend und nicht hervorstehend. Loser Lidschluss ist fehlerhaft.
Ohren (Behang): Mittelgross, hoch angesetzt, dreieckig, leicht abgerundet, in der Ruhe flach anliegend; bei Aufmerksamkeit wird der Ohransatz hinten aufgerichtet, wobei die Vorderkante am Kopf angeschmiegt bleibt.

Hals:

Kräftig, muskulös, mittellang.

Körper:

Obere Profillinie: Vom Hals leicht abwärts harmonisch in den Widerrist übergehend, dann gerade und horizontal verlaufend.

Rücken:

Fest, gerade.
Lendenpartie:
Breit und kräftig, von oben gesehen leicht eingezogen.

Kruppe:

Sanft abgerundet.

Brust:

Breit und tief, bis auf Ellenbogen reichend, mit ausgeprägter Vorbrust, Rippenkorb möglichst lang von breit-ovalem Querschnitt.
Untere Profillinie und Bauch: Vom Brustkorb zur Hinterhand leicht ansteigend.

Rute:

Buschig, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, in Ruhestellung hängend, in der Bewegung schwebend, auf Rückenhöhe oder leicht darüber getragen.

Gliedmassen

Kräftiger Knochenbau. Vordergliedmassen Vorderläufe von vorne gesehen gerade und parallel, Stellung eher breit. Schultern: Schulterblatt kräftig, lang, schräggestellt, mit dem Oberarm einen nicht zu stumpfen Winkel bildend, anliegend und gut bemuskelt. Oberarm: Lang, schrägliegend.
Ellenbogen:
Gut anliegend, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm:
Kräftig, gerade.
Vordermittelfuss:
Von der Seite gesehen nahezu senkrecht stehend, fest; von vorne gesehen in gerader Verlängerung des Unterarms.
Vorderpfoten:
Kurz, rundlich, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen, weder einwärts noch auswärts gedreht.
Hinterhand:
Stellung von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu eng.
Oberschenkel:
Lang, breit, kräftig und gut bemuskelt.
Kniegelenk.
Deutlich gewinkelt.
Unterschenkel:
Lang, gut schräg liegend.
Sprunggelenk:
Kräftig, gut gewinkelt.
Hintermittelfuss:
Nahezu senkrecht gestellt. Die Afterkrallen müssen entfernt sein (ausser in den Ländern, in welchen die operative Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist).
Hinterpfoten:
Etwas weniger gewölbt als die Vorderpfoten; weder einwärts noch auswärts gedreht.

Gangwerk:

In allen Gangarten raumgreifender, gleichmässiger Bewegungsablauf; ausgreifender, freier Vortritt und guter Schub aus der Hinterhand. Im Trab von vorn und von hinten gesehen geradlinige Gliedmassenführung.

Haarkleid

Haar: Lang und glänzend, schlicht oder leicht gewellt.
Farbe: Tiefschwarze Grundfarbe, mit sattem, braunrotem Brand an den Backen, über den Augen, an allen vier Läufen und auf der Brust und mit weissen Abzeichen wie folgt:

Saubere weisse symmetrische Kopfzeichnung: Blesse die sich gegen die Nase hin beidseitig zur weissen Fangzeichnung verbreitert. Die Blesse sollte nicht bis an die Überaugenflecken und die weisse Fangzeichnung höchstens bis zu den Lefzenwinkeln reichen.
Weisse, mässig breite, durchgehende Kehl- und Brustzeichnung.
Erwünscht: Weisse Pfoten, weisse Rutenspitze.
Toleriert: Kleiner weisser Afterfleck, kleiner weisser Nackenfleck. (ist aber bei den Züchtern sehr verschrieen!)

Grösse:

Widerristhöhe: Für Rüden: 64 - 70 cm
Idealgrösse: 66 - 68 cm
Für Hündinnen: 58 - 66 cm
Idealgrösse: 60 - 63 cm

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

- Unsicheres Verhalten
- Feiner Knochenbau
- Unregelmässige Stellung der Schneidezähne, sofern der Gebissschluss erhalten bleibt.
- Fehlen von anderen Zähnen als höchstens zwei PM1 (Prämolaren1) die M3 bleiben unberücksichtigt.

Haarkleid:


Ausgeprägtes Kraushaar.
Zeichnungs- und Farbefehler:
Fehlende weisse Kopfzeichnung
Zu breite Blesse und/oder weisse Fangzeichnung, die deutlich über die Lefzenwinkel hinausreicht
Weisser Halskragen
Grosser weisser Nackenfleck (Grösster Durchmesser über 6 cm)
Afterfleck ( Grösster Durchmesser über 6 cm)
Weiss an der Vorläufen, das deutlich über die Mitte des Mittelfusses hinaufreicht (Stiefel)
Störend asymmetrische Zeichnung an Kopf und / oder Brust
Schwarze Flecken und Streifen im Brustweiss
Unsauberes Weiss. (starke Pigmentflecken)
Braun- oder Rotstich der schwarzen Grundfarben  
Ausschliessende Fehler:

Aggressivität, Ängstlichkeit, ausgesprochene Scheuheit
Spaltnase
Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss
ein oder zwei blaue Augen (Birkauge)
Entropium, Ektropium
Knickrute, Ringelrute
Kurz- oder Stockhaar
Fehlende Dreifarbigkeit
andere Grundfarbe als schwarz  

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
NB: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Persönliche Bemerkung:

Der Berner ist für mich nach wie vor einer der schönsten Hunderassen, die es gibt, absolut liebenswert, intelligent und sehr gut erziehbar. Leider hat auch die Rasse heuzutage einige Einbussen erlitten: Hauptprobleme der heutigen Zeit sind Epilepsie, agressivität, ängstlichkeit, Krebs, wie bei vielen Hunderassen. Das momentane Durchsnittsalter laut Statistik liegt bei 6.5-8 Jahren, was einem doch sehr zu denken geben sollte!


 
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