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Briard

Rassenstandard

Rassenstandard Briard

Der Briard (Berger de Brie) ist ein Französischer Hirtenhund. Er wird relativ groß: die Rüden 62 - 68 cm, 56 - 64 cm die Hündinnen. Es gibt drei Farbschläge: noir (schwarz), fauve (blond), gris (grau). Ein rustikaler und doch eleganter Langhaarhund der auch den Beinamen "Herz mit Haaren drum herum" trägt . Ein wirklich treffender Name für diesen wunderbaren Hund, der für jeden Spaß zu haben ist.

Lebhaft, aufgeweckt, ausdauernd, arbeitsfreudig, verspielt, aufmerksam, freiheitsliebend, wachsam aber auch mißtrauisch gegenüber Fremden, ist er als Zwingerhund gänzlich ungeeignet. Seine Hüteeigenschaften hat er sich bis heute bewahrt; war früher die Schafherde sein Betätigungsfeld, hütet er heute seine Familie. Er möchte

am Tagesablauf und Familienleben teilhaben. Sein Bedürfnis nach Körperkontakt ist stark ausgeprägt. Sitzen Sie in ihrem Lieblingssessel, wird er sich seelig auf Ihren Füßen niederlassen. Im Haus sucht er sich meistens den Mittelpunkt des Geschehens aus, um nach Hütehundmanier alle Aktivitäten überblicken zu können. Bei Spaziergängen oft zu beobachten, umkreist und bewacht er seine "Meute".

Allerdings ist der Briard kein Hund für "Stubenhocker", "Vollzeit-Arbeiter" und "Fußkranke". Durch sein Temperament und ausgeprägten Hüteeigenschaften braucht er viel Bewegung. Als "Schafshund" war er stets mit Hirte und Herde zusammen. Er ist es gewöhnt in Gesellschaft zu leben und will beschäftigt werden.

Da er wegen seiner äußeren Erscheinung, durch sein langes kuscheliges Fell wie ein Teddybär aussieht, wird er oft unterschätzt. Besonders mit den Rüden kann es zu massiven Problemen kommen, wenn die Rangordnung nicht von vornherein geklärt ist. Er braucht einen "Boss"! Ist in seiner Familie aber niemand der die Führung übernimmt, wird sich der Hund an die Spitze setzen und seine "Leute tyrannisieren". Er braucht eine starke, vor allen Dingen konsequente aber liebevolle Hand. Als Hütehund ist der Briard gewöhnt selbständig zu arbeiten, bei zu viel Druck schaltet er oft auf stur. Man braucht etwas Fingerspitzengefühl um die richtige Mischung zu finden. Ist die Hierachie klar, hat man einen treuen, verlässlichen und ergebenen Freund, der mit Feuereifer und Intelligenz jedwede Aktivität mitmacht.

Durch seine Verspieltheit, meist bis ins hohe Alter, ist er leicht zu motivieren. Allerdings nutzt er auch jeden Fehler in der Erziehung gnadenlos aus. Für den monotonen Drill auf dem Hundeplatz ist er absolut nicht geeignet, da ihm Wiederholungen auf die Dauer zu langweilig werden. Das soll aber nicht heißen, daß der Briard sich nicht zum Gebrauchshund ausbilden läßt. Ganz im Gegenteil, durch seine Arbeitswut, Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und Selbstständigkeit ist die Palette der Aktivitäten bei dieser Rasse sehr breit gefächert. Vom ursprünglichen Hütehund über Schutz-, Wach-, Fährten- und Gebrauchshund bis zum Blinden-, Rettungs-, Lawinen- und sogar Therapiehund. Hier spielt die Art der Ausbildung eine ganz wichtige Rolle. Der Briard ist neugierig, er sucht immer wieder die Herausforderung, er will Aufgaben die er meistern muß. Viel Phantasie und Abwechslung wirken da ware Wunder. Hier kommt man seinem natürlichen Verhalten von Selbständigkeit entgegen. Er lernt nicht stur einen Befehl auszuführen sondern sollte seinen Kopf einsetzen müssen. Es ist ein tolles Bild, einem Briard beim Arbeiten zuzusehen. Stolz, mit ständig vor Begeisterung wedelnder Rute, meistert er seine Aufgabe um anschließend mit erwartungsvollem Blick zu einer neuen Beschäftigung aufzufordern. Man gewinnt den Eindruck, dieser Hund wird niemals müde.

Von Anja Rick

(wir haben von Anja Rick die Erlaubnis, dass wir ihren Standard veröffentlichen dürfen. Der Standard der FCI wurde refidiert, ist aber leider öffentlich noch nicht abrufbar).


 
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