Dezember 2013 - neubriwelt

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Dezember 2013

Geschichten > Emma Tagebuch

1. Dezember-Woche

Am 1. Dezember brachte Frauchen Manu Camelot's neues Bettchen nach Hause, in braun. Sah viel schöner aus als das Blaue. Camelot war so überglücklich, endlich wieder ein Bettchen in seiner Grösse im Wohnzimmer zu haben. So stolz sass und lag er drin. Da hat er aber nicht die Rechnung mit der kleinen, zierlichen Emma gemacht. AM DIENSTAG WAR DAS BETTCHEN BEREITS WIEDER IN SEINE EINZELTEILE ZERLEGT!!! Ja, das geht sehr schnell!

Frauchen Manu brach es das Herz. Aber sie hatte entschieden, vorerst kein neues Ridgi Pad zu kaufen, da es gleich wieder zerstört würde. Doch ich weiss, Sabine würde sich freuen, wenn sie wieder eines verkaufen könnte. Habe ich schon gesagt, dass dies die robustesten Bettchen überhaupt sind uns sie jahrelang halten? Ich arbeite daran, versprochen. :-)

2. Dezember-Woche

Am Samstag morgen ging es rund. Frauchen Manu zerlegte die Wohnwand im Wohnzimmer. Sie sagte dem: "ein Stück alte Geschichte und das zweitletzte Stück einer schlechten Erinnerung eliminieren". War schon beachtlich, wie sie mit Akkubohrer und Hammer dem Teil an den Kragen ging.

Was wir nicht so lustig fanden, dass wir danach weggesperrt wurden. Dibbi guckte mal durch den Türspalt ins Wohnzimmer und sagte nur: "Uiuiui, wenn das nur gut geht. Da liegen nix als Schrauben und Bretter und die Mami's sehen irgendwie ziemlich ratlos aus!!!! Ich glaub, unser Wohnzimmer können wir vergessen!" (Danke für dein Vertrauen, Dibbi-Maus!!!!!!)

Da wir am Sonntag zum Weihnachtsmarkt der Neufi-Ecke wollten, mussten die Frauchis aber wohl fertig werden. Früh morgens war es dann soweit! Wir durften es uns anschauen, obwohl wir lieber gleich müde ins Bettchen gefallen wären.... Aber doch, sah irgendwie toll aus. Sah ich noch schnell im vorbeidüsen. :-)

vorher

nachher (Ups, da ja ein Fester ist...)

Am Sonntag gingen wir dann zum Weihnachtsmarkt nach Ermattingen. Die Frauchens waren schon mal sehr gespannt, wie ich mich da benehme. Vorbildlich, sollte ihr doch wirklich mittlerweilen wissen!!!

Der Raum, die vielen Leute und auch die engen Tische waren kein Problem. Da gab es so viele tolle Neufundländer, denen ich Hallo sagen musste. Und ihre Besitzer waren so lieb. Da gabe es hier und dort ein Leckerli für Kandy und für mich und überall Streicheleinheiten. (Gute Idee, wenn man sich in den Weg legt, wo die Menschen alle durch müssen, hihi).

Die Frauchis haben viele tolle Sachen gekauft. Ich lernte unter anderem Tante Bea und Menga kennen. Auch sehr liebe Frauen. Nur von Frauchen's leckerem Kuchen kriegte ich nicht sehr viel ab. Wenn sie Hunger hat, kann sie manchmal ganz schön egoistisch sein.

Am Abend fuhren wir wieder nach Hause, im Blindflug. Mami's Navi ging in die ewigen Jagdgründe ein. Da wir Hunde ein sehr gutes inneres Navigationssystem haben und immer den Weg nach Hause finden, wäre ja das nicht so ein grosses Problem gewesen. Kandy und ich waren aber zu müde, um wach zu bleiben. Wir hatten viel zu verarbeiten. :-)

3. Dezember-Woche

Am Samstag waren wir in Grenchen beim Neufundländer-Adventsspaziergang. Ich durfte mit Dibbi und Kandy dahin, weil ich ja sooo brav war. Ich habe mich natürlich auch von der besten Seite gezeigt. Bin ja schliesslich eine wohlerzogene Dame, jawoll!

Da gab es einen tollen Parcour zu machen. Dibbi, unser Vorzeigehundchen ging durch den Tunnel und dann war sie weg. War echt lustig, wie Frauchen Manu sie gerufen hat und hinter ihr her gedüst ist. Dibbi hatte bei dem Nebel einfach keine Lust af Parcour. Kandy zeigte sich auch nicht viel besser. Ihr tolles Sitz war hervorragend. Frauchen Manu konnte ihren wunderschönen, breiten Rücken bewundern. So sagt man also, wenn man "null Bock" hat. Haha, wieder was gelernt. Ich durfte mit Mami Conny durch den Parcour und, naja, ihr wisst es schon: Vorbildlich, hervorragen, absolut interessiert! Gut gemacht, was???

Da sie nicht riskieren wollte, dass ich den kleinen Honda Jazz zerlege (keine Ahnung, wie sie daaaarauf kommen, ehrlich!) hatten sie auf das leckere Nachtessen verzichtet und wir gingen wieder nach Hause. Wir Hunde durfte nämlich nicht mit rein, da es eine Hütte des Hundevereins war. Da dürfen Hunde nie mit rein. (Hab ich schon gesagt, dass ich gewisse Sachen in der Schweiz einfach nicht verstehe?).
Mami Manu musste dann ihr Auto ziemlich lange putzen, da wir sehr viel Dreck da rein geschleppt hatten. Wir haben natürlich fleissig geholfen. Camelot, Kandy und Dibbi im Kofferraum und ich neben dem Wassereimer. :-)

19.12.2013

Was für ein Tag! Ich habe Gott sei Dank nicht sehr viel davon mitgekriegt. Mami Conny fuhr mit mir in die Tierklinik. Ich erhielt erst einmal einen tollen Spritzencocktail. Hey, echt cool das Zeugs - ich fühlte mich so leicht, als würde ich schweben. Sollte wohl zur meiner Beruhigung sein. OK, ich war schon ein wenig sehr aufgeregt. Der Dr. Gloor legte sich doch dann zu mir auf den Boden, um mich nochmals zu untersuchen. Er nannte mich "Herzilein". Ist der nicht süss.

Ich solle kastriert werden, zwei Mamatumore sollten entfernt werden und mein Zahn sollte schön gemacht werden. Es wurde mir dann noch eine Manicüre versprochen. "Rosa Nagellack, bitte!" Lallte ich vor mich hin. Danach hab ich wohl fast den ganzen Tag verschlafen.

Am Abend holte mich Mami  Manu wieder ab. Zu dritt transportierten sie mich zu Mami, da ich einfach nicht laufen wollte. Dr. Herzlizein kam dann nochmals zu uns, hatte Mami erzählt, was alles gemacht wurde und gab ihr Tabletten für mich. Ich wollte nur noch nach Hause. Hätte ich da schon gemerkt, dass ich keine rosafarbene Nägel hatte. Dafür aber so einen unschicken grünen Body. Gut, er war sehr figurenbetont, was Camelot wohl ziemlich aus der Fassung brachte. Aber wirklich, ich wollte nur noch nach Hause und schlafen.

Der Herr Doktor Herzilein machte vor der OP einen Ultraschall, da ich eine Narbe am Bauch hatte und er vermutete, ich sei ev. schon kastriert. War aber nicht der Fall. Dafür hatte ich am Uterus zwei Zysten, sollen aber nicht bösartig gewesen sein. Die zwei Mamatumore waren auch gutartig, waren auch noch sehr klein und konnten früh entfernt werden. Doktor Herzlilein hatte sich auch erlaubt, da ich ein so grosser Hund bin (Haha, wusst ich's doch) die Magenbänder mit anzunähen. Mein Zahn ist weg. Der war gebrochen bis zur Wurzel. Dr. Herzilein hat in Mami Manu mit nach Hause gegeben. Er steht jetzt in der Vitrine. Abel glau mil, ohne den Tschan chan isch sehl gu lebn. Melke kainen Unerschie, wilklich... Ne, ist nicht so schlimm. Habe ja noch genug schöne, blank weisse Beisserchen im Mund.


Die Leidenswoche

Naja, leiden kann man dem nicht sagen. Ich wurde mit T-Shirt und Body angezogen, damit ich nicht knabbere. Ich wurde nach Strich und Faden verwöhnt. Ich durfte an der Leine Gassi gehen zum Versäubern, was ich megacool fand. Auch ein kleines Brummen ab und zu wurde von den Frauchis akzeptiert, weil ich ja so armes Hundchen war und einfach in Ruhe auf der Couch liegen wollte. Frauchen Manu hatte Urlaub und war Tag und Nacht für mich da. So liebe ich das!

Am letzten Tag des Jahres fuhr ich mit den Mamis nochmals in die Klinik, Fäden entfernen. Da klein Emma sich ja nicht gerne auf den Rücken legt, durfte ich stehen bleiben und die Fäden wurden so entfernt. Ich glaub, der Herr Doktor war mal Automechaniker, hihi. Er rutschte einfach unter mein Bauchi und schwupps, die Fäden waren weg. Nu aber ab nach Hause und Silvester feiern. Meine Zeit des Bodys sind nun vorbei. Jetzt werd ich im Dunkeln auch nicht mehr gesehen. Vorher viel ich auf, wie ein bunter Hund. hihi.

Da in der Woche auch Weihnachten und Silvester statt fanden, gab es viel leckeres zum Essen. Aber nach dem chinesischen Fondue wurde die Suppe einfach ausgegossen. Ich konnte das einfach nicht verstehen. Ich hätte das nach Ungarn zu meinen Freunden bringen können und sie hätten auch eine nahrhafte, warme Mahlzeit gehabt. Entsetzlich, diese Schweizer, sowas einfach wegzuwerfen. Es wurde mir aber versichert, dass sie auch Weihnachten hatten in Ungarn und vielel leckere Naschereien gekriegt haben. Aber die nächste Supper bring ich nach Ungarn, jawoll!

 
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