Reise und Ankuft 13.10.13 - neubriwelt

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Reise und Ankuft 13.10.13

Geschichten > Emma Tagebuch

Am Samstag Nachmittag des 12.10.2013 ging es los. In unserem Tierheim in Siófok kam ein grosser, roter Lieferwagen an. Meine Freunde und ich waren etwas verunsichert, weil wir nicht wussten, was jetzt abgeht. Einer nach dem andern wurde liebevoll durch einen unserer Betreuer zu diesem Lieferwagen gebracht und kamen in eine Box. Wir wurden verladen. Sogar ein Video wurde gedreht. Die erste, die hübsche schwarze, die eingeladen wird, bin ich.. :-)PS: Ich bin nicht so schwer, wie es scheint, wirklich nicht..

Verladen in Siófok

Danach ging es weiter nach Ajka, wo noch ein paar Gäste dazu kamen. Gegen 15.30 Uhr war laut Liste, die meine Mami erhalten hatte, die Abfahrt in Ajka geplant. Wir waren 24 Hunde. Wir fuhren ins Ungewisse, denn wir wussten nicht, wohin es geht. Heute weiss ich, dass dies die Reise in ein neues, aufregendes Leben war.

Roy und ich waren die ersten, die aussteigen durften. Wir wurden von der lieben Conny gegen 23 Uhr an der Raststätte abgeholt, durften 2 Stunden Auto fahren und bei ihr übernachten, denn für uns sollte die Reise am Sonntag weiter gehen in die Schweiz. (Schweiz, ist das der kleine Punkt auf der grossen Weltkarte? Da haben doch Neufundländer gar keinen Platz. Wie sollen wir uns da drehen und wenden?).
Wir kriegten bei Conny leckeres Fresschen und ein wundervolles Bettchen. (Sorry Eddy, ich wusste nicht, dass es dein Bettchen war. Ich fand es so toll und es war auch gar nicht angeschrieben. Aber es war schön, sich darin zu erholen. Jetzt gehört es wieder nur dir). Bastos und Eddy nahmen uns ganz lieb auf, sogar den kleinen Wonneproppen Roy. Erst nahmen wir an, dass wir bereits an unserem neuen Plätzchen angekommen sind. Es war wirklich absolut himmlisch da.

Kurz nach neun kam ein Auto angefahren mit zwei Frauen drin. Die eine hatte eine eigenartige Sprache. Ich dachte immer, Deutsch werde ich nie verstehen. Aber diese komische ch-Sprache kann doch nun wirklich niemand verstehen.... (Schwiizer-Dütsch ist das, glaube ich). Aber die Tante war eigentlich ganz lieb.

Die Damen tranken Kaffee bei uns zu Hause und assen Kuchen, haben dann mit Conny geplaudert. Als sie wieder gingen, nahmen sie Roy und mich an die Leine. Hm, dann ist das wohl doch nicht unser neues Daheim. Lieb wie wir sind und gut erzogen, gingen wir mit. Roy war schon wieder ganz aufgeregt.

In dem kleinen, blauen Auto (nur von aussen klein, innen hatten wir sehr viel Platz) fuhren wir weiter bis nach Winterthur. (Lieg in dem kleinen Land namens Schweiz). Wir stiegen aus, gingen kurz Gassi. Ich wusste eines: "Ich steige auf alle Fälle wieder in dieses blaue Automobil!". Roy blieb dann zurück bei seiner neuen Familie in Winterthur. Tat uns allen bissi weh, weil er war ein supertoller Teenie, ganz brav, nicht so sehr aufdringlich. Alles Gute kleiner Roy mit deiner neuen Familie. Vielleicht sehen wir uns ja bald mal wieder..

Hier noch Roy mit seiner Familie, was sogleich ein Abschiedsbild für uns zwei ist.

Wir fuhren nochmals eine gute Stunde und waren dann wohl endlich da. Mal schauen, wo wir morgen hin fahren.

Langsam war ich wirklich müde und hatte die Schnauze gestrichen voll. (Was gäb ich jetzt für das tolle Bettchen von meinem Freund Eddy)....

Aber nein, es gab erst Rudelzusammenführung. Was immer das auch heissen mag. Wusstet ihr eigentlich, wie viele Neufundländer in einem kleinen Schweizerhaus platz haben? Viiiiiele. Da kamen immer wieder andere Neufis aus der Tür geeilt und wurden mir einzeln vorgestellt. (Möchte euch mal erleben, wenn ihr so müde seid, ob ihr euch wirklich all die Namen noch merken könnt). Da kam eine Kan, ein Lot, eine Diva (sie sah aber nicht wie eine Diva aus, muss aber wohl ihr Name sein.) Da kam noch ein struppiger Neufi, Momo. Das ist bestimmt ein Mix. Ah, muss mir grad sagen lassen, dass das ein Briard ist...

Jetzt war das Fass aber wirklich voll und ich wollte einfach nur noch meine Ruhe haben. Das gab ich dann auch ziemlich eindeutig bekannt. Mit einem Brummen hielt ich sie mir vom Pelz. Ich wollte einfach nur noch schlafen. Gute Nacht!

Eure Emma

 
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